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adidas
/ März 2021

Ein Blick hinter die Kulissen mit Tom Evans

Ultraläufer Tom Evans spricht mit uns über den Designprozess des TERREX SPEED ULTRA.

Tom war schon immer Outdoor-Fan. Er mag es am liebsten trailig – schmale, verschlungene Pfade, abenteuerliches Gelände, Wurzeln, Matsch, Schotter und alles, was die Natur sonst noch zu bieten hat. Woche für Woche stellt er sich den Herausforderungen im natürlichen Terrain. Durch sein unermüdliches Training ist er mittlerweile einer der erfolgreichsten Wettkämpfer in der Szene. 2018 gewann er den „Ultra-Trail du Mont-Blanc CCC“ und im Jahr darauf belegte er den dritten Platz beim berüchtigten Ultrarun „Western States 100“, um nur ein paar seiner Erfolge zu nennen.

Bei einem Ultralauf über 100 Meilen trägst du diesen Schuh für eine ziemlich lange Zeit. Da macht selbst ein Plus von 1–2 %, sei es mehr Komfort oder irgendetwas anderes, einen gewaltigen Unterschied aus.

Gemeinsam mit adidas TERREX hat er es sich zum Ziel gesetzt, einen leistungsstarken Wettkampfschuh speziell fürs Trailrunning zu entwickeln. In zweijähriger harter Arbeit entstand der TERREX SPEED ULTRA – ein Trailrunning-Schuh, der zahlreiche Innovationen in sich vereint, um Läufern einen Vorteil auf dem Trail zu verschaffen.

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Tom Evans auf dem Trail


In diesem Blog erfährst du von Tom aus erster Hand die ganze Story hinter dem Design. Er erklärt alles von A bis Z und spricht über jeden Schritt – von der Idee bis zum fertigen Schuh.

Was hat dich motiviert, den TERREX SPEED ULTRA zu entwickeln?

Tom: Für mich ist der Schuh bei einem Ultra ein entscheidender Faktor. Deshalb wollte ich einen entwickeln, der alle meine Anforderungen erfüllt. Ich denke, es gibt auf dem Markt großen Nachholbedarf für einen leistungsstarken Wettkampfschuh fürs Trailrunning. Im Laufsport auf der Straße wurde in den letzten Jahren viel über Standhöhe, Sprengung, Carbonplatten und so weiter gesprochen, aber beim Trailrunning gab es diese Diskussionen eigentlich nie.

outdoor-ss21-terrex-trailrunning-fot-fkt-launch-blog-embedded-image-02Bei einem Ultralauf über 100 Meilen trägst du diesen Schuh für eine ziemlich lange Zeit. Da macht selbst ein Plus von 1–2 %, sei es mehr Komfort oder irgendetwas anderes, einen gewaltigen Unterschied aus.

Wie hat deine Zusammenarbeit mit dem Produktdesign-Team ausgesehen?

Tom: Das adidas Produktdesign-Team hat zum Beispiel gefragt: „Wie soll er sich anfühlen?“. Ich habe ihnen gesagt, was ich fühlen möchte, und sie haben dann einen Weg gefunden, genau das mit dem Schuh umzusetzen.

Der Begriff, den ich benutzt habe, war „bouncy“. Ich möchte, dass es sich federnd und explosiv anfühlt, wenn mein Fuß den Boden verlässt. Ich möchte die Energierückgabe spüren, gleichzeitig aber auch die Beschaffenheit des Untergrunds. Ich möchte den Wechsel zwischen Trail, Wald und Straße spüren. So kann ich jede Menge Energie aus der Natur schöpfen. Ich liebe dieses natürliche Gefühl, wenn meine Füße den Boden berühren und ich merke: Meine Füße sind zwar geschützt, aber ich fühle mich dennoch verbunden mit der Natur, und der Trail gibt mir Energie.


Ich liebe das Gefühl von BOOST, also wollte ich etwas davon da drin haben. Wenn du auf der Straße läufst, ist BOOST allein großartig. Aber auf unwegsamem, anspruchsvollem und ständig wechselndem Terrain gelten andere Regeln. Also mussten wir es mit etwas anderem kombinieren, um den Schuh ein wenig mehr zu stabilisieren.

Was das Design angeht, wollte ich, dass es sexy ist. Ich wollte, dass es schlank, aggressiv und schnell aussieht. Außerdem mag ich es, wenn man die Socken durch den Schuh sieht. Das vermittelt mir das Gefühl, dass der Schuh sehr leicht ist und gibt mir mehr Selbstvertrauen beim Laufen. Das Team entschied sich für transparente Materialien, um mir genau das zu geben.

Der wichtigste Faktor für mich war jedoch das Gewicht. Der Schuh sollte so leicht wie möglich sein, ohne Kompromisse bei der Performance einzugehen.

Ich liebe dieses natürliche Gefühl, wenn meine Füße den Boden berühren und ich merke: Meine Füße sind zwar geschützt, aber ich fühle mich dennoch verbunden mit der Natur, und der Trail gibt mir Energie.

Wie seid ihr das Projekt angegangen?

Tom: Wir haben unzählige verschiedene Materialien angeschaut, bevor wir uns entschieden haben, welche wir verwenden. Etwa jede Woche bekam ich neue Entwürfe und Ideen. Wir haben nie versucht, das Projekt als Ganzes in Angriff zu nehmen. Vielmehr haben wir uns auf ein Detail konzentriert und solange daran gefeilt, bis es perfekt war. Erst dann sind wir zum nächsten übergegangen.

Wie bei allem mussten wir auch hier oft Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Natürlich können wir einen superleichten Schuh entwickeln, aber der fällt vielleicht schon nach den ersten 100 Meilen auseinander. Ich wollte einen Schuh, der mehr als nur ein Rennen übersteht. Er sollte strapazierfähig und langlebig sein, damit er nicht gleich kaputt geht.

Wie hast du den Schuh getestet?

Tom: Ich ein großer Fan von datenbasiertem Lauftraining und treffe meine Entscheidungen aufgrund wissenschaftlicher Grundlagen. Deshalb habe ich bereits die ersten Prototypen bei Runner's Lab, einem Testzentrum, auf Herz und Nieren geprüft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse haben uns bei der weiteren Entwicklung sehr geholfen.

Ich hatte vier verschiedene Versionen des Schuhs. Die ersten beiden erhielt ich, als ich in den USA war und testete sie für den Einsatzzweck, für den sie auch konzipiert waren. Ich nahm also 2019 mit einem dieser ersten Prototypen an einem Ultrarun von über 100 Meilen teil. Das war ein echtes Risiko, sowohl für adidas als auch für mich, denn der Schuh war noch nicht marktreif und ausreichend getestet. Wir dachten schon, dass es funktionieren würde, aber wirklich wissen konnten wir es nicht. Ich hatte fünf Monate intensives Training in dieses Rennen investiert. Es war also wirklich spannend.

Die frühen Prototypen waren noch nicht so stabil, wie wir es uns gewünscht haben. Die Muskeln meiner Unterschenkel mussten Mehrarbeit leisten, um die Balance zu halten. Also gingen wir zurück ans Reißbrett und überlegten uns neue Ideen.

Was geschah in der zweiten Testrunde?

Tom: Ich war gerade für den Tarawera Ultramarathon in Neuseeland und bekam den neuen Prototyp knapp eine Woche vor dem Start. Es war ein relativ schneller und leicht laufbarer Ultra. Ähnlich dem Rennen, für den der Schuh entwickelt wurde. Also hab ich ihn bei ein paar leichten Trainingsläufen getragen. Da der Schuh bisher noch nicht ausgiebig getestet wurde, war ich mir unschlüssig, ob ich ihn überhaupt bei diesem Rennen tragen wollte. Außerdem hatte ich den größten Teil meiner Trainingsläufe mit einem anderen Schuh absolviert und mit diesem gerade mal 30 Meilen. Ich stand vor einem Dilemma.

Da ich jedoch sofort von dem Schuh beeindruckt war und ihn einfach großartig fand, beschloss ich, ihn am Raceday zu tragen. Wir dachten, wenn es gut läuft, ist alles perfekt. Wenn nicht, wissen wir wenigstens Bescheid und können zurück ans Reißbrett gehen. Schon in den ersten Sekunden nach dem Startschuss wusste ich, dass dieser Schuh wirklich was Besonderes war. Der Schuh fühlte sich beim Laufen genau so an, wie ich es wollte. Es war unglaublich.

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„Ich möchte den Wechsel zwischen Trail, Wald und Straße spüren. So kann ich jede Menge Energie aus der Natur schöpfen.“

Wie lief das Rennen?

Tom: Das Rennen war fantastisch. Ich habe gewonnen. Und außerdem einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Es hätte gar nicht besser laufen können! Meine Füße fühlten sich großartig an, und ich war hellauf begeistert. Ich habe dem Team direkt danach eine Nachricht getextet: Wow! Was ihr hier geleistet habt, ist einfach unglaublich. Das ist wirklich aufregend.

Trotzdem gab es noch Raum für Verbesserungen. Die aktuelle Version ist fast identisch mit dem Prototyp, den ich beim Tarawera Ultramarathon getragen habe. Der einzige Unterschied ist, dass der Prototyp eine Zwischensohle aus BOOST und EVA-Schaum hatte, während beim jetzigen Modell eine Kombination aus BOOST und Lightstrike verwendet wird. Das wurde auf meinen Wunsch hin geändert, weil wir diese Technologie haben, und sie hervorragend funktioniert. Ich bin sowohl mit EVA als auch mit Lightstrike gelaufen, und Lightstrike holt einfach noch ein bisschen mehr heraus. Es macht den Schuh meiner Meinung nach noch leichter und besser.

Glaubst du, dass es dir gelungen ist, den Trailrunning-Schuh zu entwickeln, den du dir anfänglich gewünscht hast?

Tom: Auf jeden Fall. Ich denke, dieser Schuh ist optimal für Ultraläufe bis zu 100 km. Und genau dafür wurde er ja auch entwickelt. Der TERREX SPEED ULTRA ist ein wirklich aufregender, innovativer Schuh, wie es ihn beim Trailrunning bisher nicht gab.

Innovationsfähigkeit und bahnbrechende Ideen sind wirklich wichtig. Es ist einfach genial, was adidas hier geleistet hat und ich bin sehr stolz, dass ich dabei sein darf. Ich denke, es ist unerlässlich, dass Athleten sich am Testprozess beteiligen, denn das sind die Leute, die die Schuhe letztendlich tragen.

Egal, ob beim Trailrunning lange Distanzen dein Ding sind, der Speed im Vordergrund steht oder du einfach gerne in der Natur unterwegs bist, in diesem Schuh hast du’s richtig bequem. Du läufst besser und hast gleichzeitig auch ein präziseres Gefühl für den Untergrund.

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„Innovationsfähigkeit und bahnbrechende Ideen sind wirklich wichtig. Es ist einfach genial, was adidas hier geleistet hat und ich bin sehr stolz, dass ich dabei sein darf.“

Hast du noch ein paar abschließende Anmerkungen, die du gerne teilen möchtest?

Tom: Beim Trailrunning, egal ob im Wettkampf oder beim Training, ist der Untergrund nicht immer homogen. Er kann zwischen Schotter, Asphalt, Beton, Wald und anderen Untergründen variieren. Was diesen Schuh so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass er sich an alle Situationen anpasst und sie ganz hervorragend meistert.

Ja, es gibt viele verschiedene Schuhe für unterschiedliche Einsatzzwecke, aber dieser hier ist ein leistungsstarker Laufschuh, der mit jedem Gelände klarkommt. Ich denke, er ist nicht nur ein ganz besonderer Schuh fürs Trailrunning, sondern auch im Allgemeinen ein ganz besonderer Schuh. Außerdem sieht er verdammt gut aus – man kann ihn sogar problemlos zu Jeans tragen.

/ März 2021