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adidas
adidas / Juni 2020

Alles Kopfsache mit Alexander Zverev

Er meistert die Höhen und Tiefen des Lebens geschickt und setzt auf mentale Stärke, um seinem großen Traum näherzukommen – die Nummer 1 der Welt zu werden.

Obwohl er eigentlich noch recht jung ist, hat Alexander Zverev bereits so einiges erlebt. Er ist der zweitjüngste Spieler in den Top 10 des ATP-Rankings und wurde bereits im Alter von 21 Jahren Weltmeister. Lange Zeit ging es mit seiner Karriere nur steil bergauf. Aber im Leben kann es auch anders laufen. Herausragendes Talent und der perfekte Aufschlag reichen eben nicht aus, um an die Spitze zu kommen – diese Erfahrung hat auch Alexander Zverev machen müssen.

Ohne mentale Stärke geht es nicht …

Ich glaube, mentale Stärke ist enorm wichtig, besonders für mich als Tennisspieler, aber auch für jeden anderen Profisportler. Im Gegensatz zum Teamsport bist du auf dem Court ganz allein. Du musst dich zu 100 % auf dich selbst verlassen. Ohne das richtige Mindset hast du da keine Chance.

Ich war noch ziemlich jung, als meine Karriere so richtig Fahrt aufnahm: Mit 17 erreichte ich erstmals ein ATP 500 Halbfinale in meiner Heimatstadt Hamburg, mit 20 gewann ich mein erstes Masters und mit 21 wurde ich Weltmeister. 2019 erlebte ich jedoch die ersten Rückschläge. Ich hatte einige Probleme in meinem Privatleben und wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Das hat mich ganz schön aus der Bahn geworfen, denn ich kannte diese Situation nicht. Ich war es gewohnt, aufzusteigen und immer besser zu werden … Aber das Leben spielt eben manchmal anders, als man es erwartet.

Mit den eigenen Erwartungen umgehen …
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2020 legte ich einen schlechten Start hin. Ich spielte beim ATP Cup und war richtig ausgelaugt, fühlte mich krank. Wie schon 2019 hatte ich wieder Aufschlag-Probleme und verlor alle drei Matches. Ich war chancenlos. Ich war einfach nicht der Spieler, der ich sein wollte.

Kurz danach nahm ich ohne große Erwartungen an den Australian Open teil. Viertel- oder Halbfinale – daran dachte ich erst gar nicht. Ich wusste, ich musste einfach Match für Match spielen und das Gute daran war, dass ich dadurch entspannter wurde.

Wenn ich mir keinen Druck mache und ohne große Erwartungen in ein Turnier gehe, dann bringe ich die besten Leistungen.

Mit jedem Match spielte ich besser und plötzlich hatte ich es ins Viertelfinale geschafft – sogar ohne Satzverlust. Aber schon setzten wieder Erwartungen ein. Innerhalb von 20 Minuten verlor ich den ersten Satz mit 6:1. Dann fand ich langsam zurück ins Spiel und gewann die nächsten drei Sätze. Ich hatte es damit zum ersten Mal im Leben ins Halbfinale eines Grand Slams geschafft.

Um es kurz zu machen: Im nächsten Match verlor ich gegen Dominic Thiem. Doch trotz meiner Niederlage wurde mir schnell klar, dass mir dieses Turnier bereits unwahrscheinlich viel gegeben hatte. Ich hatte eine Menge über mich selbst gelernt und auch, welche entscheidende Rolle der mentale Aspekt im Sport spielt.

Arbeite an dir, wenn es dir gut geht – nicht erst, wenn du am Boden liegst …

Im Profisport gehören extreme Höhen und Tiefen einfach dazu. Erst ist man Weltmeister und im nächsten Jahr folgt die schwerste Zeit deiner gesamten Karriere. Damit muss man klarkommen.

Wenn dich Rückschläge zu sehr aus dem Gleichgewicht bringen, dann wird es problematisch. Ist man erst mal am Boden, ist es schwer, etwas zu ändern. Stattdessen sollte man sich kontinuierlich verbessern und sich nicht auf seinem Erfolg ausruhen.

Wenn ich jetzt zurückschaue auf damals, als ich die Nummer 3 der Welt war – genau zu dem Zeitpunkt hätte ich weiter an mir arbeiten müssen. Wenn die Dinge schlecht laufen, sieht man natürlich ein, dass man etwas ändern muss. Die beste Zeit, an sich zu arbeiten, ist allerdings dann, wenn man erfolgreich ist. Denn dann hat man keinen Stress und den Kopf frei.

Lass dich von den Menschen um dich herum inspirieren, wenn du vor Herausforderungen stehst …

Druck und Erwartungen sind nicht immer hilfreich und kommen meist dann, wenn man sie nicht brauchen kann. In solchen Situationen sollte man versuchen, etwas Abstand zu gewinnen und lieber Zeit mit Freunden oder der Familie verbringen.

Meine Familie bedeutet mir ungeheuer viel. Sie hat mich zu dem Tennisspieler gemacht, der ich heute bin. 1991 zogen meine Eltern aus der Sowjetunion nach Deutschland – in ein Land, wo sie die Sprache nicht beherrschten, sie fremd waren und komplett von vorne anfangen mussten.

Sie haben unglaublich hart gearbeitet und alles für meinen Bruder und mich gegeben. Dadurch kann ich all das, was ich bis heute erreicht habe, besonders wertschätzen. Sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich bin Alexander Zverev und eines Tages werde ich die Nummer 1 der Welt sein.

adidas / Juni 2020
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